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16.11.2016 / Inland / Seite 8

»Das hat mit einem modernen Tarifvertrag nichts zu tun«

Arbeitsbedingungen: Schauspieler organisieren sich, da sie von Bühnengenossenschaft enttäuscht sind. Gespräch mit Michel Brandt

Markus Bernhardt

Der Personalrat des Staatstheaters Karlsruhe ist nominiert für den Deutschen Personalrätepreis des Bund-Verlags, der am heutigen Mittwoch in Berlin verliehen wird. Wofür könnte Ihre Beschäftigtenvertretung ausgezeichnet werden?

Wir sind nominiert für unser Engagement in Sachen Arbeitszeitkontrolle beim künstlerischen Personal. Das klingt banal, würde aber konsequent gedacht den Theaterbetrieb komplett verändern. Bis dato gab es einfach faktisch keine Grundlagen für solche Überprüfungen.

Die Dokumentationspflicht, die durch das Mindestlohngesetz festgeschrieben wurde, gibt uns die Möglichkeit der Kontrolle, um zumindest die Arbeitsschutzregelungen durchzusetzen. Das hat am Badischen Staatstheater die Arbeitsbedingungen des künstlerischen Personals bereits entschieden verbessert, obwohl es natürlich ein langer Weg ist. Diese Prozesse sind am Theater vollkommen unbekannt – hier sind 16-Stunden-Tage eher die Regel als die Ausnahme.

In der Öffentlichkeit ist verh...

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