16.11.2016 / Ausland / Seite 7

Schlechte Verliererin

In Moldau will die »proeuropäische« Kandidatin Maia Sandu das Ergebnis der Präsidentenwahl anfechten

Reinhard Lauterbach

Moldau hat gewählt und muss es womöglich bald schon wieder. Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt bekam am Sonntag der Vorsitzende der Sozialisten, Igor Dodon, etwa 52 Prozent der Stimmen, seine prowestliche Gegenkandidatin Maia Sandu von der eigens gegründeten Partei »Aktion und Solidarität« 47 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 53 Prozent und damit höher als beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen.

Während Dodon nach seinem Wahlsieg anbot, der Präsident aller Moldauer zu sein, setzte Sandu auf Konfrontation. Offene Fälschungsvorwürfe erhob sie nicht, zumal die OSZE der Abstimmung am Montag trotz Kritik im Detail ihren Segen gab. Sandu warf der Wahlkommission aber eine nachlässige Organisation der Abstimmung vor. So seien in den Wahllokalen bei moldauischen Botschaften und Konsulaten in Westeuropa nicht genug Stimmzettel für alle Bürger vorrätig gewesen, die ihr Wahlrecht hätten wahrnehmen wollen. Der Vorwurf ist deswegen pikant, weil es die »proeuropäis...

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