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16.11.2016 / Ausland / Seite 6

Fremde im eigenen Land

Myanmar: Armeeoffensive gegen angebliche »Extremisten« im Rakhine-Staat

Thomas Berger

Mehrere Menschen sind seit Sonnabend bei Zusammenstößen zwischen der Armee und angeblichen Aufständischen im Rakhine-Staat, einem myanmarischen Distrikt an der Grenze zum benachbarten Bangladesch im Westen des Landes, ums Leben gekommen. Schon länger andauernde Konflikte im Gebiet rund um die Stadt Maungdaw seien am Sonnabend und Sonntag laut Medienberichten eskaliert. Das Militär habe mit Luftangriffen reagiert, bestätigten regierungsamtliche Stellen. Die Meldungen über die Opferzahlen gehen weit auseinander. Laut dem britischen Sender BBC habe es mindestens 25 Tote gegeben. Von 100 Toten geht indes das Regionalblatt Arakan Times aus. Die Zeitung gilt als ein Sprachrohr der muslimischen Minderheit der Rohingya. Komplette Familien einschließlich kleiner Kinder seien unter den Getöteten, hieß es.

Das Militär erklärte am Dienstag, weitere 31 Menschen seien festgenommen worden. Laut Angaben von Menschenrechtsaktivisten beschuldigen Einwohner die Soldaten, sys...

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