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16.11.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

»Forderung nach Austritt aus dem Euro spaltet«

Exportorientierte Wirtschaft würde Probleme bekommen. Ein Gespräch mit Bernd Riexinger

Simon Zeise

Sie argumentieren, den Euro in Frage zu stellen, das sei Wasser auf die Mühlen der politischen Rechten. Ist es nicht vielmehr so, dass man der AfD das Feld überlässt, wenn man den Währungsverbund nicht in Zweifel zieht?

Ich gehöre nicht zu denen, die den Euro verteidigen, das ist auch nicht die Aufgabe der Partei Die Linke. Wir haben einen Konsens, dass der Euro als Währungssystem in der bestehenden Form die Schwachen schwächt und die Starken stärkt. Ich plädiere aber dafür, die Krise in der Europäischen Union nicht in erster Linie an der Währungsfrage festzumachen. Der Kapitalismus schafft ständig Überproduktionskrisen, die zwar durch die Währungspolitik verstärkt werden, doch sie ist nicht die Ursache.

Sie warnen in Ihrem Papier vor einer nationalstaatlichen Lösung. Für einen Plan B zum Euro sprechen sich länderübergreifend u. a. die Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon aus Frankreich, Stefano Fassina aus Italien und Oskar Lafontaine aus Deutschland a...

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