Gegründet 1947 Sa. / So., 19. / 20. Oktober 2019, Nr. 243
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12.11.2016 / Wochenendbeilage / Seite 8 (Beilage)

Pol & Pott. Buchweizen-Pfannkuchen

Ina Bösecke

»Atalante« (Frankreich 1934) ist ein schöner alter Spielfilm in Schwarzweiß mit bemerkenswerten Figuren und Musik aus dem Grammophon. Gedreht wurde er von Jean Vigo, der schon mit 29 Jahren an Tuberkulose starb und nur ein kleines Werk hinterließ, das dennoch als wegweisend für das französische Kino gilt. Speziell die Vertreter der Nouvelle Vague nennen ihn als Vorbild für ihre revolutionären filmästhetischen Veränderungen. Was ist so bahnbrechend anders bei »Atalante«, dem einzigen Langspielfilm von Vigo, im Vergleich zu zeitgenössischen Werken? Seine Protagonisten sind Menschen aus der arbeitenden Bevölkerung, arme Schlucker zum Teil, es gibt nichts Glamouröses an ihnen. Das ist die eine Sache. Zum anderen zeigt Vigo das Begehren von Mann und Frau (in einem anderen Kurzfilm davor – »Betragen ungenügend« – das Begehren unter Männern). Nicht mit wilden Sexszenen, für die man erst mal ein Sportdiplom erlangen muss, um sie zu bewältigen. Sondern mit symboli...

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