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12.11.2016 / Inland / Seite 5

Kein Neokolonialismus?

Entwicklungsminister, Club of Rome und »Senat der Wirtschaft« schlagen »Marshallplan mit Afrika« vor. Müller für »konditionalisierte Reformpartnerschaft«

Jana Frielinghaus

Selbst die zornigste Anklage gegen die herrschende Weltordnung wird durch Repräsentanten derselben nonchalant neutralisiert. Am Freitag zitierte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) Jean Ziegler, den früheren UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, wenn auch ohne ihn zu nennen: »Hunger ist Mord.« Denn, so Müller weiter: »Wir könnten heute schon alle Menschen ernähren.« Der Minister sprach über die Lage in Afrika, über Potentiale des Kontinents und die Notwendigkeit, diese nicht nur, aber auch finanziell zu fördern.

Gemeinsam mit Ernst Ulrich von Weizsäcker, Präsident des Club of Rome, und Franz Josef Radermacher, Präsident des Senats der Wirtschaft, präsentierte der CSU-Politiker in Berlin eine von letzterem herausgegebene »Denkschrift« unter dem Titel »Migra­tion, Nachhaltigkeit und ein Marshallplan mit Afrika«. Wichtig sei die Präposition »mit«, betonte Müller, denn es handle sich hier nicht um ein »neokoloniales« Projekt. Vielmehr w...

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