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12.11.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

»Es wird alles mit der deutschen Elle gemessen«

Die Beschäftigung mit der Geschichte des Sozialismus ist nicht rückwärtsgewandt, ­sondern ermöglicht es Staaten wie China, Fehler zu vermeiden. Ein Gespräch mit Egon Krenz

Robert Allertz

Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) zählt etwa 85 Millionen Mitglieder und ist damit nicht nur die größte KP, sondern wohl auch zahlenmäßig die stärkste Partei in der Welt. Das 6. Plenum im Oktober berief den XIX. Parteitag für das kommende Jahr ein, auf dem die Weichen für die weitere gesellschaftliche Entwicklung Chinas gestellt werden sollen. Wie sich zeigt, arbeitet man in Peking (Beijing)nicht nur strategisch, sondern geht dabei auch sehr behutsam vor. Dafür haben sie sich Etappen gesetzt. Bis zum 100. Jahrestag der Gründung der KPCh, den man 2021 begehen wird, will man eine »Gesellschaft mit bescheidenem Wohlstand« erreichen. Inzwischen ist die chinesische Volkswirtschaft schon die zweitstärkste der Welt.

Im Oktober lud die KPCh Wissenschaftler aus dem In- und Ausland zum »7. Weltforum des Sozialismus« unter dem Motto »Der Marxismus im 21. Jahrhundert«. Aus Deutschland reiste unter anderem Egon Krenz in die chinesische Hauptstadt, dem die Gespräc...

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