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09.11.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kämpfen oder kürzen

Deutscher Finanzminister will Sparauflagen für Euro-Staaten bis nach Bundestagswahl fortführen. Athen willfährig, Lissabon hält dagegen

Simon Zeise

Wenigstens ein bisschen Gegenwind bekommen die deutschen Kürzungsfanatiker. Zumindest soviel, dass sich die FAZ vor dem Finanzministertreffen der Euro-Zone vergangenen Montag schon schützend vor Wolfgang Schäuble (CDU) warf. »Druck auf deutschen Finanzminister wächst«, überschrieb das Blatt einen Artikel.

IWF für Schuldenabbau

Der Internationale Währungsfonds (IWF), der bisher nur mit beratender Stimme Griechenland Sparmaßnahmen vorschreibt, besteht auf Schuldenerleichterungen für Athen. Eine Beteiligung des Fonds über das im Frühjahr 2017 auslaufende aktuelle Kreditprogramm hinaus war eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass der Bundestag dem dritten »Rettungspaket« zustimmte. Er macht eine simple Rechnung auf. Die Schulden sind auf einem derart hohen Niveau, die Wirtschaftsleistung liegt dafür soweit am Boden, dass Athen unter diesen Umständen keine Kredite mehr bedienen können wird. Die Schuldenlast Athens lag im vergangenen Jahr bei 178 Prozent des Br...

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