09.11.2016 / Titel / Seite 1

Not my President

Hätte sich Barack Obama so ­leidenschaftlich für seine Wähler eingesetzt wie in den letzten Wochen für Hillary Clinton, sähen die USA heute anders aus

Mumia Abu-Jamal

Vorsichtig ausgedrückt, war es einigermaßen beunruhigend, im aktuellen US-Wahlkampf mit anzusehen, wie leidenschaftlich sich US-Präsident Barack Obama und Michelle, die First Lady an seiner Seite, in den letzten Wochen dafür eingesetzt haben, die schwarze Wählerschaft dazu zu bringen, ihre Stimme für die Präsidentschaftskandidatin Hillary Rodham Clinton abzugeben. Man fragte sich, wo diese Leidenschaft während der achtjährigen Amtszeit Obamas war, als uniformierte Totschläger im ganzen Land ihre Randale gegen Schwarze veranstalteten. Obama setzte nur wenig von der Energie ein, die wir gerade auf den Wahlkundgebungen beobachten konnten, um öffentlich die brutale Repression von zumeist weißen Polizisten gegen Schwarze zu verurteilen. Auch von der im Wahlkampf sehr engagiert auftretenden First Lady Michelle Obama war dazu kein Wort zu vernehmen. Beide hielten sich in der Frage weitgehend zurück, wirkten kontrolliert, ja sogar gelassen angesichts des Wahnsinn...

Artikel-Länge: 3696 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe