08.11.2016 / Inland / Seite 4

Trauer um Doktor Süleyman

In Bremen wurde eines im Kampf gegen den IS gefallenen Peschmerga gedacht

Ulla Jelpke

Rund tausend Menschen – mehrheitlich Kurden aus unterschiedlichen politischen Strömungen einschließlich vieler alter Kampfgefährten – erwiesen Sait Cürükkaya am Sonnabend auf einer bewegenden Trauerfeier in Bremen die letzte Ehre. Der in Hamburg lebende Peschmerga, der sich an der Offensive zur Befreiung der nordirakischen Stadt Mossul vom »Islamischen Staat« (IS) beteiligt hatte, war dort vorletzte Woche durch eine Sprengfalle tödlich verwundet worden. »Wir trauern um einen großen und mutigen Menschen«, würdigte der Vorsitzende der Kurdischen Gemeinde, Ali Ertan Toprak, den Einsatz Cürükkayas für Freiheit, Demokratie und die Rechte der Kurden.

Unter Kurden war der 1968 in der Provinz Bingöl im Osten der Türkei geborene Cürükkaya unter seinem Kampfnamen Dr. Süleyman bekannt. Nach Abbruch eines Medizinstudiums schloss sich Cürükkaya als 22jähriger der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) an. 1989 verschleppten ihn die Militärs und folterten ihn. Nach seiner Frei...

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