Gedenken in Unruhe
Aktionswoche zum fünften Jahrestag der NSU-Aufdeckung: Kundgebung am Tatort eines unaufgeklärten Mordes, Neonaziversammlung in Sichtweite genehmigt
Claudia WangerinMit Veranstaltungen und Aktionen in mehreren Städten wird in dieser Woche an das späte Bekanntwerden des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) vor fünf Jahren erinnert. Am 4. November 2011 waren die seit Jahren untergetauchten Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt nach einem Banküberfall in Eisenach tot aufgefunden worden. Kurz darauf wurde – mutmaßlich von deren Komplizin Beate Zschäpe – ein Propagandavideo verschickt, in dem sich die bis dahin unbekannte Gruppe mit neun rassistischen Morden und zwei Sprengstoffanschlägen brüstete. Die Ermittlungsbehörden hatten das Motiv der Taten bis dahin nicht erkennen wollen.
Bereits am Samstag hat sich die Antirassistische Initiative Berlin zum Auftakt der Aktionswoche am Tatort eines unaufgeklärten Mordes versammelt, der als NSU-Nachahmungstat in Betracht kommt: Der türkischstämmige Berliner Burak Bektas war im April 2012 wenige Meter vom Krankenhaus im Bezirk Neukölln erschossen worden. Unweit von der Todes...
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