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05.06.2002 / Inland

Tendenziöse Absicht

Revanchismus heute: Samuel Salzborn zeigt, daß die Vertriebenen nicht anachronistisch sind

Peter Nowak

Alle möglichen und unmöglichen Parolen konnte man anläßlich der Proteste gegen US-Präsident Bush in den letzten Tagen auf Berlins Straßen bewundern. Doch eine Losung suchte man vergeblich: »Hände weg von den Benesch-Dekreten«. Dabei wäre eine solche Parole ganz aktuell gewesen. Schließlich hat die Rede von Kanzlerkandidat Stoiber beim diesjährigen Treffen der Sudetendeutschen die Debatte gehörig angeheizt. Außerdem gehört ein Teil jener Linken, die im Bündnis »Achse des Friedens« vertreten waren, historisch zu jenen, die bis Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts vor dem »westdeutschen Revisionismus«, der Verschiebung der Grenzen in Europa, warnten. Ausgerechnet zu einer Zeit, wo diese Gefahr enorm gewachsen ist, hat sich die Friedensbewegung ganz auf den US-Präsidenten eingeschossen.

Nur ein kleiner Teil des linken Spektrums hat bis zum heutigen Tag die Politik der Vertriebenenverbände analysiert und bekämpft. Diesen Kreisen ist der Name des S...

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