01.11.2016 / Ausland / Seite 7

Fundamentaler Einbruch

Zweite Runde der Kommunalwahlen in Brasilien bestätigt den Rechtstrend. Evangelikale auf dem Vormarsch

Peter Steiniger

Für ein Wunder hat es in Rio de Janeiro nicht gereicht. Obwohl dort mehr als eine Million Stimmen auf den Kandidaten der Partei Sozialismus und Freiheit (PSOL) entfielen, hatte sein rechter Kontrahent am Sonntag deutlich die Nase vorn. Mit 40,6 Prozent der gültigen Voten konnte Marcelo Freixo sein Ziel, in der zweitgrößten Stadt Brasiliens eine politische Wende herbeizuführen, nicht erreichen. An der Spitze ihrer Verwaltung steht künftig Marcelo Crivella von der Republikanischen Partei (PRB), einer Vorfeldorganisation der evangelikalen »Universalkirche des Königreichs Gottes«, für die er auch als Bischof predigt und deren Exportgeschäft nach Afrika er besorgte. Senator und Gospelsänger Crivella fand für seine Botschaft auch bei Menschen aus den ärmeren Schichten Abnehmer. Jeder fünfte Urnengänger am Zuckerhut allerdings wählte ungültig oder leer. Ein Indiz dafür, dass viele Cariocas dem politischen Spiel insgesamt gleichgültig oder ablehnend gegenübersteh...

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