31.10.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Für das kleinere Übel

US-Kommunisten rufen zur Wahl Hillary Clintons auf – hoffen aber langfristig auf eine große Partei links der »Demokraten«

Michael Streitberg

Der Name Hillary Clintons, der Kandidatin der Demokratischen Partei der USA, weckt bei vielen Linken innerhalb und außerhalb der USA keine guten Assoziationen: Viele verbinden mit der Bewerberin eine aggressive Außen- und Militärpolitik, erinnern sich an ihre wüsten Ausfälle gegenüber Russland oder ihre Forderung nach einer »Flugverbotszone« in Syrien, um das »mörderische Assad-Regime« zu beseitigen – und somit, möchte man ergänzen, den dschihadistischen Aufständischen doch noch zum Sieg zu verhelfen. Auch das Video der jubelnden Clinton, nachdem sie von der Ermordung des libyschen Staatschefs Muammar Al-Ghaddafi erfahren hatte, drängt sich ins ­Gedächtnis.

Um so mehr erstaunt es daher, dass die traditionsreiche Communist Party USA (CPUSA) zu einer Stimmabgabe für die Demokratische Partei aufruft. Die CPUSA, die nach Angaben verschiedener Medien zwischen 3.000 und 5.000 Mitglieder zählt, ist heute freilich weit entfernt von dem Einfluss, den sie bis in...

Artikel-Länge: 7680 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe