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01.11.2016 / Inland / Seite 2

»Wir müssen den Mythos Luther abschaffen«

Der Reformator war ein Juden- und Frauenhasser. Atheisten ­fordern, Straßen mit seinem Namen ­umzubenennen. Gespräch mit Rainer Ponitka

Gitta Düperthal

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will mit Hunderten Veranstaltungen an den Thesenanschlag Martin Luthers 1517 in Wittenberg erinnern. Das Gedenkjahr wird pompös eröffnet und soll sich bis zum 500. Jahrestag des Reformationsbeginns, dem 31. Oktober 2017, hinziehen: Was fällt Ihnen als Atheist zum Auftakt der Jubelaktivitäten ein?

Was gibt es da zu feiern? Mir fällt dazu ein, dass Luther beispielsweise mal sagte, die Vernunft sei des Teufels Hure. Folgerichtig ist er keineswegs als begnadeter Aufklärer zu ehren. Vielmehr stand er mit Vernunft und Aufklärung auf Kriegsfuß, wie auch weiteren Äußerungen zu entnehmen ist: über Frauen, Bauern, behinderte Kinder – erst recht über Juden.

Seine Schrift aus dem Jahr 1543 »Von den Juden und ihren Lügen« belegt eindrucksvoll, wie Luther deutlich darüber hinausging, was der gemein-übliche christliche Judenhasser im 16. Jahrhundert so ausdrückte. Er sprach davon, Juden zu enteignen, zur Zwangsarbeit zu verdonn...

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