01.11.2016 / Titel / Seite 1

Keine CETA-Siegesfeier

Nach der Unterzeichnung ist vor dem nächsten Kampf: In Belgien herrschte am Montag eine Mischung aus Trotz und Katzenjammer. Jetzt droht TTIP

Gerrit Hoekman

Als der kanadische Premierminister Justin Trudeau am Sonntag endlich in Brüssel eingetroffen war, wurde geknutscht wie einst in Moskau. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und der Ratsvorsitzende Donald Tusk umarmten den Gast aus Ottawa und drückten ihm den Bruderkuss auf die Wange. »Geschafft. CETA ist der neue Goldstandard bei den Handelsabkommen«, jubelte Juncker auf Twitter. Draußen versuchten unterdessen rund hundert CETA-Gegner in das Gebäude einzudringen, um die Unterzeichnung des vermeintlichen Freihandelsvertrags zu verhindern. Nach Angaben der Polizei gab es 16 Festnahmen.

Als sich die Verantwortlichen zum Pressefoto aufstellten, strahlte nur der Kanadier übers ganze Gesicht. Die Eurokraten sahen ziemlich geschafft aus. Die zurückliegenden Tage waren turbulent gewesen. Lange hatte es ausgesehen, als würden die Wallonen das Abkommen wirklich platzen lassen. Dann hatten sie im letzten Augenblick eingelenkt (jW berichtete). »Es sind interpretatio...

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