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27.10.2016 / Inland / Seite 2

»Tarifverträge sollen umgangen werden«

Gesundheitskonzern Median übt Druck auf Betriebsräte aus. Doch die stehen nicht allein: Andere Arbeitervertretungen solidarisieren sich. Gespräch mit Martin Schwärzel

Johannes Supe

»Engagierte Betriebsräte unter Druck zu setzen, ist unanständig!« Das steht in einer Solidaritätserklärung, die Sie an die Beschäftigten des Gesundheitskonzerns Median gesandt haben. Neben Ihnen unterzeichneten auch die Betriebsratsvorsitzenden der Helios-Kliniken GmbH, der Sana-Kliniken AG und der Rhön-Klinikum AG. Was ist der Anlass für Ihre Erklärung?

Seitdem der Investor Waterland an Median beteiligt ist, hat sich dort die Unternehmensstrategie geändert – und zwar in bezug auf den Umgang mit den Beschäftigten. Über unsere Gewerkschaft ver.di und über den bisherigen Median-Konzernbetriebsratsvorsitzenden Roland Thomae haben wir davon erfahren. Das Unternehmen hat etliche Tarifverträge gekündigt. Es gibt dazu die Direktive, keine neuen Verträge mit ver.di abzuschließen. Gleichzeitig wird Druck auf einzelne Betriebsräte ausgeübt. Mit ihnen sollen auch sogenannte Lohn- und Gehaltsbestandteile verhandelt werden. Alles, was bislang in Tarifverträgen geregelt...

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