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22.10.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Saudischer Bond und der Ölpreis

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Das Königreich Saudi-Arabien hat am Donnerstag eine Anleihe verkauft, die mit 17,5 Milliarden Dollar als die größte außerhalb der entwickelten Kernländer je begebene gefeiert wird: Ein Fest für die Investmentbanken, die den Verkauf organisieren und satte Gebühren daran verdienen, und ein Fest für die Investoren, die endlich mal wieder einen zuverlässigen Schuldner (Note A 1 der Rating-Agentur Moody's) haben, der mehr als nur einen lächerlichen Zins zahlt. Die zehnjährige Tranche der Anleihe (Volumen 5,5 Milliarden Dollar) erzielt eine Rendite von 1,65 Punkten über der aktuellen Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen – so rechnen die Bondhändler – also 3,4 Prozent. Die drei mit der Ausgabe beauftragten Konsortialbanken – die US-Institute J. P. Morgan und Citigroup sowie die größte europäische Bank, HSBC – berichten von sehr lebhafter Nachfrage in Höhe von 67 Milliarden Dollar.

Keine Frage, die Saudis brauchen das Geld. Der Staatshaushalt weist ein Defiz...

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