21.10.2016 / Ausland / Seite 6

Schein und Realität

In Berlin fünf Stunden Diplomatie, im Donbass fünf Stunden Beschuss

Reinhard Lauterbach

Erstmals seit mehr als einem Jahr hat sich am Mittwoch abend in Berlin das sogenannte Normandie-Format getroffen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel empfing die Präsidenten Frankreichs, Russlands und der Ukraine zu einem Arbeitsessen. Konkrete Ergebnisse wurden nicht mitgeteilt – mit einer möglichen Ausnahme. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko erklärte, die drei Politiker hätten seiner Forderung nach Entsendung einer bewaffneten Polizeimission der OSZE ins Donbass zugestimmt. Deutsche Quellen bestätigten dies mit dem Zusatz, bis Ende November solle geklärt werden, was diese Mission tun solle; die russische Seite nicht. Präsident Wladimir Putin sagte lediglich, man habe sich darauf geeinigt, unter Vermittlung der OSZE vier weitere Regionen für eine räumliche Entflechtung der Truppen beider Seiten vorzubereiten.

Es war bis kurz vor dem Treffen in Berlin offen gewesen, ob Putin daran teilnehmen würde. Seine Zusage kam erst am Vortag. Ausschla...

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