17.10.2016 / Ausland / Seite 2

»Die Leute sehen, dass sie etwas bewegen können«

Im Schweizer Gartenbau gibt es wenig Lohn für harte Arbeit. Gewerkschaft Unia setzt auf das Engagement der Kollegen. Gespräch mit Chris Kelley

Johannes Supe

»Gärtnerinnen und Gärtner haben die Nase voll« – mit diesen Worten kündigte die Schweizer Gewerkschaft Unia vergangenen Donnerstag eine Petition für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Gartenbau an. Wie schaut es derzeit in der Branche aus?

Die Gärtner benötigen neben handwerklichem Geschick auch ein breites Wissen über Pflanzen, Erde und die Auswirkungen der jeweiligen Saison auf beides. Ihre Arbeit ist von der Härte her mit jener im Bauhauptgewerbe vergleichbar. Doch es gibt einen großen Unterschied: Die Gärtner verdienen bis zu 1.000 Franken weniger im Monat. Ihre Löhne fangen bei 3.800 Franken im Monat (etwa 3.500 Euro, jW) für einen ungelernten Hilfsarbeiter an und liegen für einen ausgelernten Gärtner bei 4.350 Franken (etwa 4.000 Euro, jW). Um die Miete und Krankenkasse in der Schweiz zu zahlen, vielleicht noch eine Familie zu ernähren, reichen die Beträge fast nicht aus. Die Beschäftigten arbeiten länger, ihnen steht weniger Urlaub zu, und ...

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