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30.05.2002 / Inland

Tödliche »Eingriffstechnik«

Ermittlungen wegen Körperverletzung gegen tatverdächtige Beamte im Kölner Polizeiskandal eingeleitet

Dirk Eckert

Im Fall des von der Polizei mißhandelten und inzwischen verstorbenen 31jährigen Kölners Stephan N. will die Staatsanwaltschaft lediglich wegen Körperverletzung im Amt ermitteln und nicht etwa wegen Totschlags. »Dafür wäre der Vorsatz, die Tötungsabsicht, nötig«, begründete Oberstaatsanwältin Regine Appenrodt das Vorgehen am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Insgesamt werde gegen sechs Beamte ermittelt. Ihnen drohten Haftstrafen bis zu fünf Jahren. Zwei Polizeibeamte, gegen die Haftbefehl erlassen worden war, sind wieder auf freiem Fuß. Flucht- und Verdunklungsgefahr bestehe nicht, befand der zuständige Haftrichter am vergangenen Freitag. Die Begründung muß indes überraschen: Eine Ermittlungskommission der Polizei hatte am 14. Mai die Privatwohnungen der beiden Tatverdächtigen durchsucht, da diese Beweismittel in Form von Uniformteilen beiseite geschafft haben sollen. Im entsprechenden Polizeibericht war dann auch ausdrücklich von »Verdunklungsh...

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