13.10.2016 / Inland / Seite 2

»Die Kollegen bauen schon wieder Überstunden auf«

In Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG kämpft die GDL um ­planbare Ruhezeiten und eine Entlastung der Lokomotivführer. Gespräch mit Claus Weselsky

Claudia Wrobel

In den laufenden Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn fordern Sie neben vier Prozent mehr Lohn vor allem planbare Ruhezeiten und zwei zusammenhängende freie Tage. Etwas, das zur Regeneration dringend nötig ist. Wie sieht der Alltag der Lokführer aus?

Ich möchte mit einem Beispiel anfangen: Stellen Sie sich vor, Sie sind Lokomotivführer im Güterverkehr. Ihre Schicht beginnt um 17.23 Uhr. Mit entsprechender Pause endet diese um acht Uhr. Aber Sie erfahren erst am Ende Ihrer Schicht, wann Sie abends wieder zum Dienst zu kommen haben. Das ist außerhalb jeglicher Planungssicherheit und beraubt Sie regelrecht der Möglichkeit, sich familiär in irgendeiner Weise abzustimmen. Das ist das eine Problem, das zweite ist, dass die Arbeitgeberseite über technische Planungssysteme, also computergestützte Disposition, bis ans Limit des Machbaren geht: Die Kollegen haben etwa einen Schichtzyklus von 50 Stunden, auf den aber nur eine Ruhezeit von 36 Stunden folgt. Auf d...

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