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05.10.2016 / Feuilleton / Seite 10

Versöhnung und Lüge

»Frantz« ist eine deutsch-französische Verfilmung eines französischen Theaterstücks über das deutsch-französische Verhältnis – und ein Ernst-Lubitsch-Remake

Peer Schmitt

Ein Fremder an einem Soldatengrab. Es liegt im beschaulichen Städtchen Quedlinburg (das wiederum heute in Sachsen-Anhalt liegt). Man schreibt Frühjahr/Sommer 1919. Die Verlobte des Toten beobachtet den Fremden. Er ist verdächtigerweise Franzose. Die deutsch-französischen Beziehungen im Jahre 1919 und danach als gespannt zu bezeichnen dürfte noch stark untertrieben sein.

Doch das ist schon lange her. Und ist, was lange genug her ist, nicht an sich schon eine Art Geheimnis, etwas, das, anders gesagt, zur Lüge einlädt? François Ozons mittlerweile sechzehnter Spielfilm »Frantz« scheint zunächst um dieses Geheimnis, um diese prächtige Gelegenheit zur Lüge, herum gebaut zu sein. Ein Geheimnis, das so etwas wie einen melodramatischen Thriller im historischen Kostüm anschieben soll und deshalb zunächst auch nicht verraten werden darf: der geheimnisvolle welsche Fremde, der sich mit fragwürdigen Motiven in eine um ihren Sohn bzw. Verlobten trauernde preußische Arzt...

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