28.09.2016 / Feuilleton / Seite 11

Schwamm drüber

Ein Bildband (v)erklärt die Ära des Tacheles in Berlin-Mitte aus der Sicht eines Atelierbesetzers

Su Tiqqun

Es sind vor allem Panoramaaufnahmen, die diesen Bildband über das Berliner Tacheles dominieren, flankiert von Imagefotos, Gruppenbildern und Porträts. Die Fotografien dokumentieren zum einen die Außenwahrnehmung des Kunsthauses Tacheles, bzw. das, was Millionen Besucher sahen, sobald sie diesem Urkoloss der Stahlbetonära zu Leibe rückten; zum anderen erinnert der Autor Stefan Schilling daran, mit wem und wieso er seine »Tacheles-Geschichte« erlebt hat.

Der Grafiker und Fotograf hat den »Erfurtern«, wie die Ostpunkfraktion des Tacheles genannt wurde, sich selbst und Hunderten Tacheles-Mitstreitern die Aufarbeitung einer höchst komplexen, kulturellen Niederlage gewidmet. Die wird im Buch vorsichtig angetupft und in der Laudatio von Andreas Rost, der das Tacheles bereits 1991 porträtierte, mit einer vielschichtigen Zuckerglasur überzogen. In Tacheles-Echtzeit wären nach drei Minuten die Flaschen geflogen. Schon damals wollte Rost von Gewalt und Intrige nichts...

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