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24.09.2016 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Mehr Achtung vor den Musikern wäre ein Fortschritt«

Gespräch mit Lior Shambadal. Über die Berliner Symphoniker, die schon seit einigen Jahren keine finanziellen Zuschüsse des Landes mehr erhalten, und über engagierte Musiker, die das nicht davon abhält, den Klang der deutschen Hauptstadt in die ganze Welt zu tragen

Sigurd Schulze

Die Berliner Symphoniker bestehen nun seit 50 Jahren. Sie wurden 1966 in Berlin-West aus einem Akt der Solidarität heraus als Hilfe für arbeitslose Musiker gegründet. Vor 13 Jahren wurde dem Orchester ausgerechnet von einem Senat aus SPD und dem Vorläufer der Partei Die Linke, PDS, die finanzielle Grundlage weggezogen. Hätten Sie sich so etwas jemals träumen lassen?

Die Berliner Symphoniker sind das städtische Sinfonieorchester Berlins. Sie sind das kleinere Format im Vergleich zu den Berliner Philharmonikern. Sie haben Konzerte in den zwei wichtigsten Sälen gespielt, in der Philharmonie und nach 1989 auch im Konzerthaus.

Das Orchester hatte zwei Aufgaben. Erstens hat es Arbeitsplätze geschaffen für Musiker aus West und Ost. Zuerst waren es Künstler aus Westberlin, die nach dem Bau der Mauer 1961 nicht mehr in Ostberlin arbeiten konnten oder wollten. Nach 1989 hat es dann auch Musiker aufgefangen, deren Orchester im Osten aufgelöst wurden, zum Beispiel das ...

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