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24.09.2016 / Ausland / Seite 7

Ohnmächtiges Parlament

Geringe Beteiligung an Wahlen in Jordanien. Volksvertreter mit wenig Einfluss

Gerrit Hoekman

Die jordanische Nationalversammlung hat wenig zu bestimmen, die wichtigen Dinge im Königreich entscheidet König Abdullah II. Deshalb war das Interesse an der Parlamentswahl vom vergangenen Dienstag auch ziemlich gering. Kaum 40 Prozent der Jordanier fanden den Weg in die Wahlkabinen. Da half es auch nichts mehr, dass die Behörden die Stimmabgabe im Laufe des Tages spontan um eine Stunde verlängerten, um die Wahlbeteiligung noch ein bisschen nach oben zu treiben.

Die Politikverdrossenheit war in Jordanien bereits während des Wahlkampfs zu spüren. Eine hohe Arbeitslosigkeit von fast 30 Prozent, steigende Preise sowie eine ausufernde und schwerfällige Bürokratie lassen viele Bürger resignieren. Auch die Wahlkommission machte einen recht lustlosen Eindruck und ließ sich mit der Auszählung viel Zeit. Alle paar Stunden gab ein Sprecher drei, vier neue Endresultate aus den Wahlbezirken an die Medien weiter. Dann versiegte der Nachrichtenfluss wieder wie ein Wadi ...

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