24.09.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

»Rassistische Menschenjagd«

Nach den Übergriffen von Bautzen: Flüchtlingshelfer und Linke-Politiker üben deutliche Kritik am Verhalten der Polizei

Steve Hollasky

Die Auseinandersetzungen zwischen Neonazis, der Polizei und Flüchtlingen vor gut einer Woche in Bautzen reihen sich nahtlos in die zahlreichen rassistischen Vorfälle ein, die Sachsen immer wieder bundesweit in die Schlagzeilen bringen. Die tagelangen Ausschreitungen vor der noch nicht belegten Erstaufnahmeunterkunft in Heidenau im Sommer 2015, die rechten Aufmärsche vor einer Flüchtlingsunterkunft in Freital oder der rechte Hass in Clausnitz und Löbau sind nur einige Beispiele dafür, was Asylsuchende in manchen Orten des Freistaates erwartet. Und nun Bautzen: Zeugen sprechen von regelrechten Jagdszenen auf Flüchtlinge rings um den zentral gelegenen Kornmarkt. Dennoch wiegelten Polizei und Stadtspitze ab.

Dies steht in der Tradition des Agierens staatlicher Stellen in Sachsen, sobald rechte Gewalt für medialen Wirbel sorgt. Unmittelbar nachdem sich in der Nacht vom 14. zum 15. September Rechte in der Bautzener Innenstadt zusammenrotteten, um Geflüchtete...

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