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23.09.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

IWF knackt Argentinien

Schuldenmachen wieder erlaubt: Präsident Macri buhlt erfolgreich um Geld und Investoren. Nach »Mini-Davos«-Wirtschaftsgipfel ist auch der Fonds wieder da

Robert Ojurovic

Am Montag traf nach langer Zeit wieder eine Delegation des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Buenos Aires ein. Die in Washington ansässige Finanzorganisation unter US-Führung ist jetzt dabei, nach zehn Jahren Eiszeit wieder Zugriff auf die Finanz- und Sozialpolitik Argentiniens zu erlangen. Dies markiert einen weiteren Schritt der jetzigen Regierung auf ihrem neoliberalen Kurs und zur Öffnung des Landes für die globalen Finanzmarktakteure.

Bereits eine Woche zuvor hatte eine Tagung von 1.900 Unternehmern und Topmanagern aus 67 Staaten beim ersten »Argentina Business and Investment Forum« in Buenos diesen Schritt mit vorbereitet. Argentinien ist zurück »am Tisch mit den Investoren«, war der meistzitierte Satz unter den Beteiligten der Konferenz. Die Regierung um Präsident Mauricio Macri reklamierte dann auch jede Möglichkeit, selbst kleinste positiv klingende Ansätze des dreitägigen »Mini-Davos« (benannt nach dem Weltwirtschaftsforum, das jährlich im S...

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