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19.09.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Protest spät gezündet

Bis Frühjahr 2015 wussten die meisten Niederländer nichts über TTIP. Heute gibt es ­vielfältige Aktivitäten gegen das Freihandelsabkommen

Gerrit Hoekman

Der 13. März 2015 war der Tag, an dem viele Niederländer zum ersten Mal von TTIP erfuhren – jenem umstrittenen Handelsvertrag zwischen den USA und der Europäischen Union. Aufgeklärt wurden sie nicht durch eine Debatte im Parlament oder durch ein politisches Fernsehmagazin. Der beliebte Kabarettist Arjen Lubach informierte die Niederländer. In seiner Wochenshow »Zondag met Lubach« riss er erst ein paar Witzchen über das geplante Abkommen und fragte schließlich das Publikum: »Wer von Ihnen hört heute das erste Mal von TTIP?« Fast das gesamte Studio erhob sich.

Erstaunlich, denn die Niederlande sind von alters her eine Handelsnation. Der Austausch von Waren mit Übersee hat das kleine Land reich gemacht, die prächtigen Patrizierhäuser an den Grachten in Gouda, Leiden oder Amsterdam zeugen davon. Heute ist Rotterdam Europas Tor zur Welt, der größte Seehafen des Kontinents mit dem höchsten Umschlag an Gütern. Über den International Airport Schiphol werden Waren ...

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