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15.09.2016 / Medien / Seite 15

Vier Schüsse in den Rücken

Brasilien bleibt weltweit eines der gefährlichsten Länder für Journalisten

Norbert Suchanek, Rio de Janeiro

Während der Olympiade in Rio de Janeiro machten ein erfundener Raubüberfall und die Sexabenteuer von vier US-Schwimmern weltweit Schlagzeilen. Von der Ermordung des brasilianischen Journalisten Maurício Campos Rosa nahm hingegen kaum ein internationales Medium Notiz. Die bisher nicht identifizierten Mörder kamen per Motorrad und richteten den Besitzer und Chefredakteur der Lokalzeitung O Grito (Der Schrei) am 17. August in Santa Luzia, einem Vorort von Belo Horizonte im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais, auf offener Straße mit vier Schüssen in den Rücken und einem Nackenschuss hin. Laut Polizeiangaben sei das Motiv des offensichtlichen Auftragsmordes noch unbekannt. Doch lokale Journalisten vermuten einen Zusammenhang mit seinen jüngsten Recherchen zu einem Korruptionsskandal bei der kommunalen Müllentsorgung, in den auch Stadträte verwickelt seien.

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