10.09.2016 / Inland / Seite 2

»Der Markt ist komplizierter geworden«

Pharmaunternehmen bringen Produkte auf den Markt, die kaum Zusatznutzen haben, dafür aber Mehreinnahmen ­versprechen. Gespräch mit Kathrin Vogler

Gitta Düperthal

Sie kritisieren, dass die Bundesregierung Arzneimittelreformen umsetzt, die kranken Menschen kaum helfen, der Pharmaindustrie dafür aber um so mehr. Worum geht es?

Jährlich legt die Techniker-Krankenkasse einen sogenannten Innovationsreport vor, der auch dieses Jahr erschütternde Resultate hat: Von den 2013 neu auf den Markt gebrachten Medikamenten ist nur ein einziges als wirkliche Innovation zu bewerten; neun weitere nur bedingt. Alle anderen sind gar nichts Neues, aber in der Regel teurer als bereits auf dem Markt befindliche Medikamente: Im ersten Jahr der Einführung, wenn die Unternehmen selber die Preise bestimmen, die Kassen noch nicht mit ihnen verhandeln können, verdoppeln sich die Kosten fast.

Wenn es diese Regelung gibt, nach der Unternehmen im ersten Jahr ihre Preise selber bestimmen können, wundert es auch nicht, dass ständig neue Medikamente auch ohne größeren Nutzen auftauchen.

So ist es im Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz, AMNOG, geregelt, ...

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