09.09.2016 / Thema / Seite 12

Fahren für umme

Kostenfreier Nahverkehr ist möglich. Das zeigen Erfahrungsberichte aus dem In- und Ausland. Doch politisch spielt dieses Instrument der Umverteilung, das Mobilität für Arme sichert, keine Rolle

Claudia Wrobel

Der Hartz-IV-Regelsatz sieht für Mobilität, also Ausgaben für Nahverkehr, ein Fahrrad oder Benzinkosten, monatlich gerade mal 25,45 Euro vor. Damit kommt man nicht einmal in der Stadt besonders weit, in Regionen ohne einen gut ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist man mit einem solchen Budget weitgehend von der Welt abgeschnitten. In Berlin kostet beispielsweise die Monatskarte für Bezieher von Arbeitslosengeld II 36 Euro. Da öffentliche Teilhabe nicht erst beim Theaterbesuch anfängt, sondern bereits bei der Möglichkeit, sich räumlich bewegen zu können, werden Menschen, die Sozialleistungen beziehen, also auch an dieser Stelle systematisch benachteiligt und ausgeschlossen.

Kein Wahlkampfthema

Dabei ginge es deutlich inklusiver: Mit einem Nahverkehr, der den Nutzer nichts kostet. Als die noch relativ junge Piratenpartei 2013 mit einer solchen Forderung in den Bundestagswahlkampf zog, nahm die Diskussion über das Für und Wider eines kostenlos...

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