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07.09.2016 / Feuilleton / Seite 10

Eine unvergleichliche Verbrüderung

Zu Urteilen des Verstehens kommen. Am kommenden Montag präsentiert Erich Hackl seine vielstimmige Anthologie zum Spanischen Krieg in der jW-Ladengalerie

Günther Drommer

Das vergangene Jahrhundert war gekennzeichnet von den Grausamkeiten zweier Weltkriege und einer Unmenge kriegerischer Auseinandersetzungen. Dennoch gab und gibt es immer wieder historische Momente, die als Zeichen der Hoffnung in Erinnerung bleiben. So mündete der Morgen des 18. März 1871, an dem das Volk von Paris damit begann, die einmarschierenden Truppen der Regierung Thiers zu entwaffnen, und die Soldaten überliefen, in ein Fest. Die Gründung der Commune wurde zum Tag der Freude.

Jahrzehnte später kam es in Schützengräben der östlichen Winterfront des Ersten Weltkrieges zur Verbrüderung deutscher und russischer Soldaten, denen klargeworden war, dass kein Sinn darin liegt, wenn Gleiche auf Gleiche schießen.

Und vielleicht barg sogar jener Tag, der die sonst eher schweigsame deutsche Kanzlerin zu ihrem »Wir schaffen das« veranlasste, im Ansatz eine solche Verbrüderung. Deutsche Bürgerinnen und Bürger versuchten, indem sie die Flüchtlinge warmherzig begrü...

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