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03.09.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Der EU-Fall Apple

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Plötzliche Vernunft in der EU-Kommission? Man könnte das vermuten, denn am vergangenen Dienstag entschied sie, dass der US-Konzern Apple 13 Milliarden Euro zuwenig bezahlte Steuern an Irland nachzahlen müsse. Die Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager aus Dänemark sagte in Brüssel, der Steuersatz von Apple in Irland habe sich zuletzt auf nur noch 0,005 Prozent belaufen. Das Unternehmen habe unerlaubte Steuervergünstigungen und damit nach EU-Recht unerlaubte Beihilfen seitens des irischen Staates erhalten. Das Land müsse diese Unterstützung für die Jahre 2003 bis 2014 plus Zinsen zurückfordern.

Die Regierung in Dublin will die 13 Milliarden aber nicht haben. Denn das Geschäftsmodell des Landes besteht ja gerade darin, den Konzernen die niedrigste Besteuerung in der EU zu bieten. Die US-Administration wirft der EU-Kommission nun vor, Unternehmen aus den Vereinigten Staaten zu diskriminieren. Denn der heimische Fiskus wird erst dann bei dem Konzern zul...

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