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03.09.2016 / Ausland / Seite 8

»Die ›Unterkünfte‹ erinnern an Gefängnislager«

Knapp 60.000 Geflüchtete stecken in Griechenland fest. Erste Verbindungen zur radikalen Linken. Ein Gespräch mit Manos Skoufoglou

Wladek Flakin

Die Grenze zu Mazedonien und zum Rest der EU ist dicht. Aktuell sind 57.000 Geflüchtete in Griechenland gestrandet. Wie ist deren Situation?

Seit März, als das Abkommen zwischen der EU und der Türkei unterschrieben wurde, ist der Weg nach Europa blockiert. Die Regierung Griechenlands übernahm die Aufgabe, die EU gegen Flüchtlinge abzuschotten. Diese werden jetzt in der Türkei festgehalten – und die Erdogan-Regierung bekommt Geld, um sie in großen Lagern unterzubringen.

Geflüchtete aus der Türkei kommen inzwischen nicht mehr an. Aber Zehntausende Menschen bleiben jetzt auf unbestimmte Zeit hier. Die meisten sind in »Unterkünften«, die eher an Gefängnislager erinnern. Sie werden von der Armee oder von Nichtregierungsorganisationen betrieben, mit wenig Aufsicht. Die Bedingungen in diesen Lagern sind sehr unterschiedlich. In vielen Fällen dürfen Geflüchtete nicht raus und Unterstützer nicht rein.

In einem Land mit elf Millionen Einwohnern sollten Zehntausende Fl...

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