Gegründet 1947 Montag, 22. Juli 2019, Nr. 167
Die junge Welt wird von 2201 GenossInnen herausgegeben
30.08.2016 / Ausland / Seite 2

»Bei den Kontrollen gibt es kaum Zeugen«

Seit Anfang Juli werden an der italienisch-schweizerischen Grenze vermehrt Geflüchtete abgewiesen. Gespräch mit Salvatore Pittà

Patricia D'Incau

Zwischen 500 und 600 Geflüchtete sind im italienischen Como gestrandet. Sie leben am Bahnhof oder unter freiem Himmel. Beim Versuch, in die Schweiz einzureisen, werden sie zurückgewiesen. Was ist da los?

Seit Anfang Juli führt die Schweiz dreimal mehr Grenzkontrollen durch. Dahinter steht Bundesrat Ulrich »Ueli« Maurer von der Schweizerischen Volkspartei, SVP, der seit den Wahlen im November 2015 die Leitung des Grenzwachtkorps innehat. Es heißt, aufgrund der Schließung der sogenannten »Balkanroute« würden mehr Menschen in Italien ankommen und in oder durch die Schweiz reisen wollen. Tatsächlich halten sich zur Zeit weniger Menschen an der Südgrenze auf als im vergangenen Jahr.

Dennoch werden nun aber die Grenzen stärker kontrolliert und vermehrt Menschen abgewiesen. Wir kennen Beispiele von Personen, die sechs-, siebenmal erfolglos versucht haben, einzureisen, obwohl sie Familienangehörige in der Schweiz haben. In der vergangenen Woche wurden 43 Jugendlic...

Artikel-Länge: 4273 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €