31.08.2016 / Ausland / Seite 6

Ein Produkt des Kalten Krieges

USA fördern Migration aus Kuba. Auswanderer werden in die Hände von Schleuserbanden getrieben

Volker Hermsdorf

Neun Außenminister Lateinamerikas haben am Montag in einem gemeinsamen Brief an US-Außenminister John Kerry appelliert, die noch immer bestehenden Anreize und Privilegien für kubanische Migranten abzuschaffen. Das berichtete die Agentur AP am selben Tag. Bereits am 22. August hatte der Präsident Costa Ricas, Luis Guillermo Solis, bei einem Empfang im Weißen Haus gegenüber US-Präsident Barack Obama eine entsprechende Bitte geäußert. Das mittelamerikanische Land erneuert damit seine Forderung nach Abschaffung des »Cuban Adjustment Act«.

Dieses Gesetz sei die Hauptursache dafür, dass Tausende kubanische Migranten die lateinamerikanischen Länder als »Trampolin« benutzten, um in die USA zu gelangen, erklärte auch Costa Ricas Außenminister Manuel González der in Miami erscheinenden Tageszeitung Nuevo Herald zufolge am Wochenende. Costa Rica und die anderen Transitländer von Ecuador bis Mexiko müssten für die Konsequenzen eines Gesetzes aufkommen, das ein Produkt...

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