31.08.2016 / Ausland / Seite 6

Ungewissheit in Taschkent

Nach dem Ausfall des usbekischen Präsidenten Islam Karimow ist unklar, wer ihn politisch beerbt

Reinhard Lauterbach

Der Präsident von Usbekistan, Islam Karimow, hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge am Samstag eine Hirnblutung erlitten. Eine am Montag unter anderem von der in Russland angesiedelten Nachrichtenagentur fergana.ru verbreitete Meldung über seinen Tod wurde dagegen in Taschkent zunächst nicht bestätigt. Das Moskauer Internetportal lenta.ru will erfahren haben, dass Karimow bei einem Empfang für die usbekische Olympiamannschaft heftig dem Wodka zugesprochen habe und kurz nach der Feier zusammengebrochen sei.

Karimow war 1989 Erster Sekretär der Kommunistischen Partei in der Usbekischen Sowjetrepublik geworden. Als das Land 1991 seine Unabhängigkeit erklärte, ließ er sich zum Staatspräsidenten wählen. Vor seiner letzten Wiederwahl 2015 wurde eigens die Verfassung geändert, um ihm eine lebenslange Herrschaft zu ermöglichen. Das Ergebnis der Wahl war dann mit einer Zustimmung von über 90 Prozent nur noch Formsache.

Karimow hatte seine Herrschaft mit harte...

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