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24.08.2016 / Ausland / Seite 6

Blutiges Erbe in Peru

Neuer Präsident arbeitet Hinterlassenschaft seines Vorgängers auf. Nun wurde eine Todesschwadron enttarnt

André Scheer

In Peru hat eine offenbar noch bis vor wenigen Monaten bestehende Todesschwadron über Jahre hinweg gemordet. Das bestätigte Perus stellvertretender Innenminister Rubén Vargas am Montag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz in Lima. Den Aktionen von hochrangigen Angehörigen der Peruanischen Nationalpolizei (PNP), die Rede ist von einem Offizier und sieben Unteroffizieren, fielen demnach zwischen 2012 und 2014 – in der Amtszeit von Präsident Ollanta Humala – mindestens 20 Menschen zum Opfer. Die Getöteten wurden anschließend als Kriminelle präsentiert, die bei ihrer Verhaftung Widerstand geleistet hätten. Die Tatorte wurden nach den tödlichen Schüssen präpariert und der Öffentlichkeit als Schauplätze von Feuergefechten zwischen den Sicherheitskräften und Verbrechern vorgeführt. In den Polizeidokumenten wurden falsche Tatsachenbehauptungen aufgestellt und Personen genannt, die mit den ihnen zur Last gelegten Taten nichts zu tun gehabt hätten, so Vargas. »Elf ...

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