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23.08.2016 / Feuilleton / Seite 11

Jesus oder Christus, da heißt es, sich entscheiden

Ein zehn Jahre alter Roman über die Machtansprüche der monotheistischen Religionen liest sich wie für heute geschrieben

Wiglaf Droste

Wenn das Wandern der Hure Lust ist, eine Päpstin die Röcke rafft, Meniskus und Pferdekuss sich auf Medicus reimen und uns der Ruf »Heil Hebamme!« ereilt, möchte kein Mensch von Verstand mehr historische Romane lesen, schon gar nicht solche, die auch noch religiös aufgebläht wurden. Dan Browns Marien- und Templerschinken »Sakrileg – Der Da Vinci Code« wurde von vielen nicht als Fiktion, sondern als die reine Lehre gelesen, was dann Martin Lunns Aufklärungsbuch »Da Vinci Code Decoded« nach sich zog.

Bei aller Skepsis dem Thema gegenüber aber kommt kein seriöser Historiker oder Kulturwissenschaftler um die großen monotheistischen Religionen herum, die seit vielen Jahrhunderten und Jahrtausenden das Bild der Welt prägen, sei dies nun abend- oder morgenländisch orientiert. Das hat nichts mit eigenem Gläubischsein zu tun; die Religionen sind das sumpfige Terrain, auf dem die Menschheit bewegt und manipuliert wird, der Quark, der mit den breiten Mauken der Ma...

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