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23.08.2016 / Titel / Seite 1

Gegen Pinochets Erbe

Protestmärsche in Chile für ein solidarisches Rentensystem. Wegen unrentabler Fonds droht Millionen Beschäftigten Altersarmut

Peter Steiniger

Sie sind gefangen im System: Niedrige Renten erwarten viele Chilenen am Ende ihres Arbeitslebens. Derzeit nur durchschnittlich umgerechnet 265 Euro monatlich erhalten nach Angaben der Behörden etwa zehn Millionen Beschäftigte, deren Pensionen von privaten Rentenkassen gezahlt werden. Viele müssen mit noch weit weniger auskommen. Und stets liegen die Renten unter den zugesagten 70 Prozent des letzten Einkommens. Altersarmut ist im Andenland angesichts hoher und steigender Lebenshaltungskosten keine Seltenheit, oft nur abgemildert durch den familiären Zusammenhalt.

Immer mehr Chilenen bringt diese Entwicklung in Rage: Am Sonntag waren es an mehr als 50 Orten landesweit Hunderttausende, die für eine grundlegend neue Rentenpolitik auf die Straße gingen. Allein in der Hauptstadt Santiago de Chile sollen es nach Angaben der Veranstalter mindestens 300.000 Menschen gewesen sein, die Polizei sprach von 100.000. Die Proteste waren noch größer als die gegen das ...

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