18.08.2016 / Thema / Seite 12

Ein stumpfes Schwert

Wie aus dem Antidiskriminierungsgesetz das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wurde. Ein Blick in die Geschichte zum zehnten Jahrestag

Hanne Schweitzer

Am 18. August 2006 trat das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz in Kraft. Ursprünglich als umfassendes Gesetz zum Schutz vor Diskriminierung in allen Lebensbereichen geplant, wurde es nach scharfer Kritik von Wirtschafts- und Kirchenvertretern im Laufe des Gesetzgebungsprozesses nach und nach abgeschwächt. (jW)

Mit der Unabwendbarkeit einer Lawine donnert das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, vormals Antidiskriminierungsgesetz genannt, zu Tal. Aufgebaut hat sich dieses Ungetüm in luftigen, dem bloßen Auge entzogenen Höhen der Brüsseler Bürokratie.« Was die FAZ ihren Lesern am 6. Juni 2006 als monströse Naturgewalt suggeriert, ist ein Gesetzentwurf, der dringend im Bundestag verabschiedet werden muss. Denn die »Brüsseler Bürokratie« will nicht länger hinnehmen, dass hierzulande noch immer keine Rechtsvorschriften zum Schutz vor Diskriminierung existieren.

Wie das »Ungetüm« in die Welt kam

Die Geschichte des Antidiskriminierungsgesetzes beginnt in A...

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