22.08.2016 / Titel / Seite 1

Attacke in Gaziantep

Dutzende Tote nach Anschlag auf kurdische Hochzeit in Südosttürkei. Söldner bereiten Einmarsch in Nordsyrien vor

Nick Brauns

Bei einem Terroranschlag in der Südosttürkei wurden in der Nacht zum Sonntag mehr als 50 Teilnehmer einer Hochzeitsgesellschaft getötet und rund 100 zum Teil lebensgefährlich verletzt. Der offenbar von einem Selbstmordattentäter ausgeführte Anschlag ereignete sich auf einer Straße im vorwiegend von Kurden bewohnten Viertel Beybahce der 60 Kilometer nördlich der Grenze zu Syrien gelegenen Millionenstadt Gaziantep. Bei dem Brautpaar und vielen Gästen habe es sich um ihre Mitglieder gehandelt, teilte die linke, prokurdische Demokratische Partei der Völker (HDP) nach der Bluttat mit. Deren Kovorsitzender Selahattin Demirtas warnte: »Der Anschlag in Antep richtet sich gegen Kurden. Jemand versucht, einen Bürgerkrieg zu provozieren.«

Erst vergangene Woche war eine Einschätzung des Bundesnachrichtendienstes an die Öffentlichkeit gelangt, wonach sich die Türkei unter Präsident Recep Tayyip Erdogan zu einer »Aktionsplattform islamistischer Gruppierungen« entwic...

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