18.08.2016 / Feuilleton / Seite 11

Die Drohne sieht alles

Herrschaftsgewinn und Kontrollverlust: Der Dokfilm »Krieg und Spiele« über neueste Militärtechnik

Kai Köhler

Den meisten Linken gelten Drohnen als Teufelszeug, als Mordinstrumente der USA, denen vor allem arabische Zivilisten zum Opfer fallen. Kein Wunder, dass David Harari das anders sieht. Gemeinsam mit zwei Kollegen hat der israelische Wissenschaftler 1977 die erste einsatzfähige Drohne entwickelt. Harari zeigt sich überzeugt, dass er damit viele Menschenleben gerettet hat, und zwar nicht nur auf der eigenen Seite. Vielmehr würden Spähdrohnen präzisere Angaben zu den Zielen übermitteln und dazu beitragen, die Zahl irrtümlich getroffener Zivilisten zu senken.

Vermutlich stimmt beides: Einerseits werden die einzelnen Schläge präziser ausgeführt, als das zuvor per Flächenbombardement möglich war – andererseits ermöglicht die neue Technologie risikolose Angriffe auf Ziele, die man früher gar nicht erst aufgespürt hätte. In jedem Fall wird sich der neue Waffenstandard durchsetzen, so wie sich in der Vergangenheit jeder neue Waffenstandard durchgesetzt hat, und ...

Artikel-Länge: 6791 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe