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18.08.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Neue Allianzen

Die Türkei und die europäische Energieversorgung

Jörg Kronauer

Kommt jetzt also doch Turkstream? Der Pipelinepoker um den Transport russischen Erdgases in die EU geht in die nächste Runde. Moskau und Ankara haben im Zuge ihrer Wiederannäherung beschlossen, wenigstens einen Röhrenstrang durch das Schwarze Meer zu bauen, der den Bedarf der Türkei an russischem Erdgas wohl langfristig decken kann. An Plänen für einen zweiten Strang wird gearbeitet; er würde russisches Gas über türkisches Territorium in die EU leiten. Kommt es dazu, dann stünden Berlin und Brüssel vor einem Problem.

Eigentlich haben deutsche Strategen der Türkei eine ganz besondere Rolle in der europäischen Energieversorgung zugedacht. Einerseits streben sie nach unmittelbarem Zugriff auf die russischen Erdgasvorräte; dazu kooperiert vor allem Wintershall mit Gasprom. Andererseits will Berlin nicht auf russisches Erdgas a...

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