15.08.2016 / Inland / Seite 8

»Sie verhält sich genau wie ein privater Konzern«

Städtische Wohnungsgesellschaft in Frankfurt am Main verkaufte Unigebäude an Investor. Ein Gespräch mit Eyup Yilmaz

Gitta Düperthal

Das Philosophicum der Goethe-Universität Frankfurt am Main, 1960 vom Architekten Ferdinand Kramer errichtet und inzwischen denkmalgeschützt, sollte zum Appartementhaus für Studierende umgebaut werden. Das war mit dem privaten Investor Rudolf Muhr vereinbart. Warum klappt das nicht?

2015 hatte Muhr zugesagt, Sozialwohnungen für Studenten zu bauen. Damals war die Rede von bezahlbarem Wohnraum, einer Monatsmiete in Höhe von etwa 350 Euro – was sowieso mehr ist, als sich Studierende leisten können. Nun aber will der Bauherr die circa 26 Quadratmeter großen Wohnungen für 670 Euro vermieten. Er hat geplante Studentenwohnungen plötzlich in Luxusappartements umgewandelt. Skandalös ist, dass die städtische ABG-Holding überhaupt an diesen Investor verkauft hat: Es gab damals ein genossenschaftliches Projekt, das Wohnungen der Spekulation entziehen wollte.

Weshalb ist daraus nichts geworden?

Unternehmer Muhr hatte den Zuschlag für 8,2 Millionen Euro bekommen. Das Philo...

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