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13.08.2016 / Geschichte / Seite 15

Ein Übergang

15. August 1971: US-Präsident Nixon kündigt die Bindung des Dollar an Gold auf

Georg Fülberth

Am 15. August 1971 kündigte der US-Präsident Richard Nixon die Bindung des Dollar an das Gold auf. Dies war der Anfang vom Ende des 1944 in Bretton Woods geschaffenen Währungssystems und gilt im nachhinein als Initialakt im Übergang von den »Goldenen Jahren« des Nachkriegskapitalismus zum erneuerten Marktradikalismus (Neoliberalismus). Manchmal spricht man vom »Nixon-Schock«. Gemeint sind sogar zwei: Einen Monat vor dem Dollar-Coup, am 15. Juli, hatte es eine grundlegende Änderung im Verhältnis der USA zur Volksrepublik China gegeben. Was die geldpolitische Wende anging, so könnte die Metapher vom »Schock« zu der Fehlwahrnehmung beitragen, der Übergang vom Keynesianismus zu seinen Nachfolgern, Marktradikalismus und Monetarismus, sei dadurch entstanden, dass willkürlich ein Schalter in die falsche Richtung umgelegt wurde, der besser in derselben Stellung geblieben wäre. In Wirklichkeit trug die Kapitalismus-Variante, die nun allmählich – nicht sofort! – zu...

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