13.08.2016 / Inland / Seite 5

Kartenhaus KTG Agrar

Nach Bekanntgabe der Insolvenz auch Biogassparte in Nöten. Tochter »Bio-Zentrale Naturprodukte« verkauft, Hauptversammlung verschoben

Jana Frielinghaus

Viele Jahre haben kleine und größere Anleger die KTG Agrar finanziert, deren Geschäftsmodell bei näherer Betrachtung nie besonders vertrauenswürdig wirkte. Unternehmensgründer Siegfried Hofreiter wollte ein Agrar­imperium schaffen und in Größenordnungen Landwirtschaft betreiben, wie sie sonst nur in den USA üblich sind. 46.000 Hektar vor allem in Ostdeutschland, aber auch in Osteuropa, bewirtschaftete das Unternehmen zuletzt. Um an das nötige Kleingeld für Landkäufe und Investitionen zu bekommen, ging Hofreiter mit der Firma 2007 an die Börse und zeichnete Anleihen, die sich inzwischen auf 340 Millionen Euro summieren.

Was man in den Dörfern, etwa in Ostbrandenburg, beobachten konnte war: Hier ging es darum, auf Teufel komm raus kurzfristige Rendite zu erzielen. Der Preis dafür war immer hoch: Monokulturen bzw. ein kleines Spektrum angebauter Kulturen fordern einen wesentlich höheren Einsatz von synthetischem Dünger und von Pestiziden. Die Aktionäre und An...

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