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12.08.2016 / Ansichten / Seite 8

Kiewer Hasardspiel

Provokationen auf der Krim

Reinhard Lauterbach

Wenn Petro Poroschenko recht hat, soll er auch recht behalten: Eine Provokation waren die Vorgänge an der Grenze zwischen der Festlandukraine und der Krim tatsächlich. Nur eher keine russische. Denn was sollte Russland davon zu gewinnen haben, jetzt etwa von der Krim aus aufs ukrainische Festland vorzustoßen? Militärisch wäre das im Frühjahr 2014, mit dem Überraschungsmoment im Rücken und einem sich erst formierenden Gegner gegenüber, keine große Schwierigkeit gewesen. Damals ist der von vielen erwartete russische Vormarsch ausgeblieben. Inzwischen hat Russland erhebliche Investitionen in die Verbindung der Krim mit dem eigenen Festland vorgenommen oder angestoßen, von Stromleitungen bis zu der im Bau befindlichen Eisenbahn- und Straßenbrücke über die Meerenge von Kertsch. Dieses Geld jetzt für einen ad hoc vom Zaun gebrochenen Krieg in den Sand zu setzen, würde die russische Strategie a...

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