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05.08.2016 / Ausland / Seite 8

»Die Situation in der Türkei ist dramatisch«

Es ist auch für deutsche Journalisten gefährlich geworden, inhaftierte Kollegen zu besuchen. Gespräch mit Cornelia Haß

Gitta Düperthal

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalistenuni on, DJU, in ver.di ist besorgt wegen der Verhaftungswelle und der Schließung von Medien in der Türkei. Welche Ausmaße hat das repressive Vorgehen des türkischen Staates?

Dass Journalistinnen und Journalisten dort verfolgt werden, ist nicht neu. Seit Jahren sitzen viele unter unwürdigen Bedingungen im Gefängnis – teils ohne rechtsstaatliche Verfahren. Der prominenteste Verfolgungsfall betrifft den Chefredakteur der Zeitung Cumhuriyet, Can Dündar, der aufgedeckt hat, dass der türkische Geheimdienst Waffen an Islamisten in Syrien geliefert hat. Aus fragwürdigen Gründen ist er nun zu mehrjähriger Haft verurteilt. Die DJU kritisiert seit Jahren die mangelnde Pressefreiheit, hat immer wieder Prozessbeobachter nach Ankara zu entsprechenden Verfahren geschickt. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben Patenschaften für inhaftierte Journalisten dort übernommen.

Hat sich die Lage nach dem Putschversuch und dem von...

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